Rainer Rohbeck
»Synergien – Farben, Flächen, Übergänge«

Vernissage: 14. März 2024, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 15. März bis 20. Mai 2024

In unserer urbanen Umgebung offenbart sich eine von Menschen geschaffene Welt, geformt und funktional gestaltet nach unserem Ermessen. Diese Erschaffung fasziniert uns stets aufs Neue, führt uns zum Innehalten, um die Wirkung unserer gebauten Umgebung zu bestaunen und zu reflektieren.

Rainer Rohbeck begibt sich mit seiner Kamera auf die Spur dieser Faszination. Seine Objektive folgen den visuellen Reizen des Urbanen und verdichten seine Wahrnehmungen zu beeindruckenden Fotografien. Anfangs waren es die Straßenzüge und ihre Häuserreihungen, einzelne markante Gebäude und ihre Behauptung im Stadtbild, die Fassaden und ihre gegenseitigen Wechselwirkungen. Es war eine Annäherung von außen, die ihn zur intensiven Auseinandersetzung anregte.

In der aktuellen Ausstellung geht Rainer Rohbeck einen weiteren Schritt, indem er erstmals Fotografien präsentiert, die seinen Blick ins Innere von Gebäuden dokumentieren. Hier widmet er sich dem visuellen Zusammenspiel von Flächen, Übergängen und Linien, von kräftigen und sanften Farben, von Nähe und Ferne, sowohl in einem umfassenderen Kontext als auch in engeren Ausschnitten.

Die Ausstellung präsentiert Fotografien, in denen das Licht mit Schatten- und Lichtfeldern die baulichen Strukturen überlagert. Der Wechsel von Schärfe und Unschärfe erzeugt zusätzliche Spannung. Die Bilder zeigen pastöse Farbreduzierungen und fließende Übergänge ebenso wie kontrastreiche Farbflächen in scharfer Abgrenzung. Diese Suche nach Bildern unterscheidet nicht nach Gebäudeart; sei es ein Museum, eine Messehalle, ein Wohngebäude oder ein Shoppingcenter – der Funktionszweck bleibt unbeachtet.

Die Fotografien sind streng komponiert und wirken abstrakt, die der “Konkreten Kunst” zugeordnet werden können. Als Betrachter versuchen wir, diesem optischen Spiel zu folgen, Rainer Rohbecks Perspektive zu entdecken – ein Reiz, der sich leise und verhalten präsentiert.

Weitere Bilder des Fotojournalisten finden Sie unter:
www.photokult.de




 





Eberhard Thonfeld
»An Tagen wie diesen – Fotografien aus den letzten fünf Jahrzehnten«

Vernissage: 23. Mai 2024, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 24. Mai bis 8. Juli 2024

Der Potsdamer Eberhard Thonfeld ist Fotograf und Zeitzeuge. In mosaikartigen Tableaus präsentiert er Bilder, die nicht nur einen Einblick in sein fotografisches Schaffen gewähren, sondern Lebens- und Zeitabschnitte dokumentieren und emotional erlebbar machen. Er selbst schreibt (Zitat 2022):

„Man kann nicht sein Leben lang mit der Kamera hinter dem rechten Torpfosten sitzen und das Ergebnis als Sportfotografie bezeichnen.“ Meine große Leidenschaft war schon immer die Sportfotografie. Doch es gibt nicht „DIE“SPORTfotografie im speziellen. Nie war ich als leidenschaftsloser„Protokollführer“ und 1:0 Berichterstatter mit der Kamera unterwegs. Mich interessierten die „Letzen“ mehr als die Sieger. Wenn meine Person auch immer mit der Sportfotografie eng verbunden ist, so war ich bei den großen Umbrüchen in unserem Land selbstverständlich mit der Kamera als „Fotograf“ unterwegs. Mein Bestreben ist es, das private zum Symbol des allgemeinen werden zu lassen, ich will und wollte einfach Zeitdokumente schaffen.

Eberhard Thonfeld hat seine Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. 1987 erhielt er den Kunstpreis für Fotografie des Deutschen Turn- und Sportbundes. 2011 und 2017 wurde er mit dem Sven-Simon-Preis für das beste Sportfoto des Jahres ausgezeichnet. Potsdamer kennen sein Buch „Ein ganzes Viertel Leben“, eine fotografische Dokumentation des Lebens im Holländischen Viertel der 70er Jahre erschienen 2023 und Thema seiner Diplomarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig 1978.