Michael Schulze
„Red Planet – Year Zero“
 
Vernissage: Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 10. März bis 7. Mai 2017

Die Serie Red Planet von Michael Schulze geht weiter. Während im ersten Teil „Flora“, inspiriert durch die Infrarotfotografie, lediglich die Grüntöne der Natur durch Abstufungen aller erdenklichen Rottöne ersetzt wurden, taucht „Year Zero“ nun die ganze Welt in ein Spektrum zwischen Gelb, Orange und Rot. Friedliche Szenen im goldenen Licht regen anfangs zum Träumen an, aber mit dem Fortschreiten der Serie bahnt sich eine Düsternis ihren Weg in die Fotos, die eine unterschwellige Bedrohung beschwört. Ausgangspunkt ist das von Michael Schulze verwendete fotografische Verfahren Redscale. Ein verkehrt herum eingelegter Film wird von der Rückseite belichtet. So werden die abgebildeten Szenen in Stimmungen entlang eines schmalen Grats – zwischen romantischem Sonnenuntergang und dem Ende der Welt, wie wir sie kannten – getaucht.

Seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckte Michael Schulze bei einem halbjähringen Auslandsaufenthalt in den USA. Damals ging es noch darum, möglichst viele Erinnerungen von diesem einmalig erscheinenden Erlebnis auf den Film zu bannen. Über die Jahre verlagerten sich Fokus und Anspruch, aber auch heute ist es so, dass er, besonders auf Reisen, fasziniert versucht fremde Landschaften, Orte und Stimmungen einzufangen – den Moment festzuhalten. Seine Motive findet er hauptsächlich in der Natur oder in den Rückständen menschlicher Zivilisation.

 
Weitere Bilder des Fotokünstlers finden Sie unter:
www.farbrauschenfoto.de

 

 

 

 

 

 

 

Stephan Fürnrohr
„90° Grönland“
 
Vernissage: Donnerstag, 12. Januar 2017, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. Januar bis 3. März 2017

Das Thema, das Stephan Fürnrohr seit Jahren künstlerisch bewegt, ist das arktische Eis. Daher zog es den Fotografen immer wieder in den hohen Norden und insbesondere nach Grönland. Hier, in einer der am dünnsten besiedelten Regionen der Erde, stehen sich scheinbar widersprüchlich Raum ohne Zeit und voranschreitender Wandel gegenüber. Das Eis schmilzt, und die komplexe Beziehung der Menschen zur Natur wird mittels des dadurch ausgelösten Wandels in besonderem Maße erlebbar.

Dem Formen- und Farbenreichtum des polaren Eises begegnet Stephan Fürnrohr mit seiner eigenen Bildsprache. Diese ist von einer Maxime des „näher dran“ geprägt, was ihn unter anderem zu weit abgelegenen Gletschern und tief in die Höhlen des grönländischen Inlandeises geführt hat. Für die Umsetzung des Projekts 90° Grönland wurde außerdem der kreative Spielraum um den Blickwinkel aus der Luft erweitert. Das visuelle Konzept der Serie ist so angelegt, dass die Bilder durchgängig im 90°-Winkel direkt aus dem Zenit fotografiert wurden.

Durch den besonderen Blickwinkel von weit unterhalb der Flughöhe normaler Luftaufnahmen werden feinste Details von Landschaft, Eis und Siedlungen erfasst. Die vertikale Perspektive lässt Meer und Erdoberfläche zur Leinwand werden, auf der sich im Zusammenspiel von Flächen, Linien und Farben verblüffende Szenerien manifestieren. Auf den ersten Blick ist die Perspektive ungewohnt, bisweilen verwirrend. Dafür verharren die Bilder nicht in der reinen Darstellung oder Dokumentation, sondern werden durch die künstlerische Arbeit jedes für sich zu einem eigenständigen Werk. Ob schwindelerregend spektakulär oder in sich ruhend, andersweltlich-entrückt: jedes Bild lädt zur intensiven Betrachtung ein – und lässt mit seinen Details den Zuschauer selbst zum Entdecker werden.

 
Weitere Bilder des Naturfotografen finden Sie unter:
www.time-for-inspiration.de